Plastikmüll im Sand

ozeankinds Beach Clean-Ups in Südafrika

Strände von Plastik-Müll befreien

Schon in Deutschland haben wir uns über die Möglichkeiten, wie wir vor Ort helfen können, informiert. Unser erster Stopp ist Kapstadt. Das passt ganz gut, denn diese Traumstadt liegt direkt am Meer. Es gibt da sicherlich eine Menge Plastikmüll am Strand und auch sicherlich Organisationen die mit einem Clean-Up etwas dagegen unternehmen.

Einmal das Internet befragt und gleich fündig geworden:

Clean C ist eine Gemeinschaft von Menschen, die ihr Land lieben. Die selbst aktiv werden und an verschiedenen Orten in und um Kapstadt Clean-ups organisieren und durchführen. Das machen sie schon seit 4 Jahren regelmäßig. Durch ihre Hilfe wurden über 100 Tonnen Müll von den Stränden und aus der Stadt entfernt.

Wie cool! Und passend, denn diese Säuberungsaktionen finden nur 1 Mal im Monat statt. Immer am ersten Samstag im Monat. Somit war unser Tagesprogramm für den 05.08 klar. Wir wollen mit anpacken!

Plastik überall wo man hinsieht

Was uns schon in den ersten Tagen aufgefallen ist, ist der Müll. Entweder liegt er auf der Straße (auch in den „besseren“ Wohngebieten), in Parks oder eben am Strand. An Mülleimern wird nicht gespart, wer etwas richtig entsorgen möchte, hätte eindeutig die Gelegenheit dazu.

In Gesprächen mit den Einheimischen stellen wir natürlich Fragen, wir möchten nachvollziehen welche Probleme es vor Ort gibt, welche Sorgen die Menschen haben. Plastik ist dabei das kleinste Problem! Logisch, in einer Millionen-Metropole in der in vielen Gegenden Armut herrscht ist die Frage was es zum Essen gibt wesentlich wichtiger. Oft wird die fehlende Bildung im Bezug auf Plastik und dessen Folgen genannt. Viele der Menschen sind sich der Problematik einfach nicht bewusst.

Umso schöner, dass sich einige Menschen bewusst sind und was ändern wollen. Mit unserem Plastikrebel Reise-Set vermeidest Du unterwegs viel Plastik. Hol es Dir!

Treffen zum Clean-up an der Seapoint Promenade

Es ist 14 Uhr und wir sind schon mal da. Eine Stunde zu früh. Da sind wir wohl (noch) typisch deutsch ;p.  „Ah guck mal da drüben. Mexikanisches Essen.“ Die Zeit bekommen wir schon um.

Tja, was soll ich sagen?! Die Zeit verging und auch um 15.30 war kein Mensch am Treffpunkt. Schade. Micha und ich gucken uns kurz an: “ Dann lass uns selbst alles sammeln was in unseren Rucksack passt.“

ozeankind Clean-up

Wir gingen also den Strand entlang und brauchten nicht wirklich weit zu gehen. Überall gab es was zum aufheben. Strohhalme, Stiele von Lutschern oder ähnlichem, angeschwemmtes Styropor, Becher, Überreste von Plastik-tüten und Mikroplastik hielten wir in unseren Händen.

Erschreckend, wie viel in so kurzer Zeit zusammen kommt. Dabei waren wir nur maximal 20 Minuten unterwegs.  Wenn ich mir überlege was wir mit der Community von Clean C innerhalb von 90 Minuten geschafft hätten, werde ich etwas traurig. Das Meer war so wild gestern, die Wellen holen sich alles was am Strand liegt wieder zurück. Die Strohhalme können in den Rachen oder in die Nase von Seehunden gelangen, die Mikroplastik-Teilchen werden einfach von Fischen und Vögeln mitgefressen.

Unser gesammelter Plastik Müll schadet keinem Tier, es landet alles im Mülleimer 50 Meter entfernt.

Clean-ups in Gansbaai

Während unseres Volunteer Projektes mit White Shark Projects in Gansbaai gab es auch mehrere Tage an denen wir nicht mit dem Boot unterwegs waren.

Also Mülltüten geschnappt, Gummistiefel an und ab gehts. 🙂

29. April 2017
22. April 2017 – EarthDay – Kihadhoo, Malediven
9. September 2017
Weisse Haie vor Gansbaai gesichtet

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