Wir haben die häufigsten Fragen (FAQ), die uns erreichen für Dich zusammen gestellt. Es gibt Dir einen Überblick wer oder was Ozeankind ist, was unsere Mission und unser Herzenswunsch ist. Viel Spaß beim Lesen.

Presse

Das sind wir, Marina & Micha. Im April 2017 haben wir beiden Ozeankind gegründet.

Ja, es sind tatsächlich nur wir zwei. 🙂
Oft bekommen wir Nachrichten die an ein ganzes Team gerichtet sind. Bisher ist das noch nicht der Fall, aber wer weiß, vielleicht können wir schon bald Mitarbeiter einstellen.

Wir sind Marina und Micha und bis zuletzt haben wir mehr als ein Jahrzehnt in der schönsten Stadt am Rhein verbracht: Düsseldorf. Wir hatten ganz normale Jobs, sind morgens ins Büro gefahren und haben für den Traum anderer Menschen gearbeitet. Wir hatten ein kleines Auto, eine Wohnung, einen Kater, eine Playstation, Riester-Verträge und diverse andere Annehmlichkeiten. Also eher ein normaler, deutscher Alltag. Vielleicht bis auf die Tatsache, dass wir schon immer den Großteil unseres Geldes fürs Reisen ausgegeben haben. Wir lieben es einfach!

Eigentlich ist eine ganz besondere Reise im März 2016 daran „schuld“. Ein Trip mit einem Katamaran durch die Inselwelt der Malediven hat tatsächlich alles verändert und den Grundstein für Ozeankind gelegt.

Wir erlebten hautnah wie unser Lieblingsort, der Ozean, in Gefahr ist. Überall sahen wir Plastikmüll. Auf einsamen, unbewohnten Inseln. Im offenen Meer. An Korallen. In der Nähe von schwimmenden Schildkröten. Klar, gab es damals schon vereinzelte Berichte in den Medien wie es um unsere Meere steht. Doch das war irgendwie „zu weit weg“.

Zurück in Düsseldorf, in unserer Wohnung, lies uns das Thema nicht mehr los und der Wunsch selbst aktiv zu werden wurde immer lauter. Wir hinterfragten unser eigens Konsumverhalten und änderten das Schritt für Schritt. Wir gucken sämtliche Dokus und Filme zum Thema, lasen Studien und verschafften uns selbst einen Überblick über die globale Plastikproblematik.

Für uns stand fest, wir ziehen im August 2017 los in die Welt und sammeln selbst Plastikmüll. Unser Blog ozeankind erblickte dann im April 2017 das Licht der Welt.

Nein, auf keinen Fall!

„Zero“ bedeutet doch eigentlich … NULL. Richtig? Nun, aus unserer Sicht ist es im 21. Jahrhundert ein wenig weltfremd, Kunststoff als Material zu 100% zu verteufeln. Und nebenbei können wir uns alle können drehen und wenden wie wir möchten – wir würden es nie schaffen Plastik aus der Welt zu verbannen.

Wir sind zudem auch davon überzeugt dass das überhaupt nicht zu 100% und für jeden Menschen umsetzbar ist – oder sind die Kreditkarten der Zero-Plastik-Anhänger aus Holz, die Fernbedienung aus Bambus und die Sonnenbrillengläser aus Glas?

Im Ernst, wir finden dass man nicht plötzlich den gesamten Hausstand auf den Kopf stellen oder in den Wald ziehen muss, und man muss sich auch keine Sonnencreme selbst mischen. Das kann man machen und wir finden es toll, wenn das Menschen machen.

Wir machen das nicht. Wir vermeiden Plastik wo immer es geht, finden Alternativen für Wegwerf-Artikel und heben den Müll anderer Menschen auf. Wenn es die Paprika nur verpackt gibt, kaufen wir sie nicht. Wenn im Regal Tomatensauce im TetraPak steht und daneben steht sie im Glas, nehmen wir das Glas.

Es geht um die Vorbildfunktion und darum, Menschen zu INformieren statt sie zu MISSIONIEREN.

Wir möchten bei so vielen Menschen wie möglich das eigene Bewusstsein im Bezug auf Plastik verändern. Plastik ist ein wunderbares und vielseitiges Produkt, leider nutzen wir es falsch.

Uns geht es darum den Konsum von Einweg-Plastik-Produkten zu reduzieren, Plastik vermeiden wo immer es geht, auf Alternativen zurückgreifen, bewusst konsumieren und eben (Plastik) Müll sammeln.

Wir möchten an jeden Einzelnen appellieren, selbst aktiv zu werden und eben nicht erst auf die Politik & den Handel zu warten. Unser Einkaufszettel hat mehr Einfluss als wir alle denken. Jedes Handeln, jeder Schritt ist wichtig.

Uns geht es in allererster Linie mal darum, realistisch zu bleiben. Wir haben es uns ganz schnell abgewöhnt mit dem Finger auf andere Menschen zu zeigen oder ihnen vorzuschreiben, wie er oder sie zu leben hat. Denn auch wir haben in der Vergangenheit sehr viele Dinge falsch gemacht – sei es aus Ignoranz oder Unwissenheit. Wir sind zudem beide weder Wissenschaftler noch Biologen – wir sind zwei ganz normale Menschen die versuchen, Tatsachen mit unseren eigenen Augen zu sehen und Probleme mit unseren eigenen Worten zu erklären. Und wir versuchen möglichst viele Menschen zu motivieren es uns gleichzutun? (uns in unserer Mission zu unterstützen).

Die Mission ist eigentlich gar nicht mehr „nur unsere“ Mission. Ozeankind® ist nicht mehr nur eine Idee von zwei Menschen, die ihren Beitrag zu einer besseren Welt leisten wollen, sondern vielmehr eine Plattform für Gleichgesinnte.

Es gibt so viele Menschen da draußen die bereits Plastikprodukte vermeiden, die Müll sammeln oder anderweitig im Umwelt- / Meeresschutz aktiv sind. Wir möchten allen da draußen dabei helfen sich zu erinnern, an sich selbst zu glauben. Dass DU eben sehr wohl einen Unterschied machen kannst, mit jeder einzelnen Kaufentscheidung. Am liebsten würden wir diesen, weiterverbreiteten Satz „Ach, was kann ich schon ändern….“ aus möglichst vielen Köpfen löschen.

Mit unserem Online-Shop bieten wir Alternativen zu Plastikprodukten. Sei es ein stabiler Bio-Baumwollbeutel, die Aluminiumflasche, wiederverwendbare Strohhalme oder stabile Flightbags.
Oder der Dauerbrenner: unser Recycling-Armband aus gesammelte Strandmüll (Leinen, Seile, Fischernetze), welche bei CleanUps in Südafrika gefunden und in Handarbeit gefertigt werden. Mit dem Kauf dieses Armbands unterstützt jedes Ozeankind® die Arbeit unserer Partner von 7seasrope.

Wir sind ja schon ein paar Jahre zusammen (mittlerweile etwas mehr als acht Jahre), von daher kannten wir uns schon vor Ozeankind® ziemlich gut und wissen, wann wir uns gegenseitig Freiheiten lassen sollten um uns nicht gegenseitig an die Gurgel zu gehen.
Spaß beiseite – natürlich ist es etwas anderes wenn Du 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche aufeinander hängst und das ist für viele Paare ganz sicher auch eine Herausforderung. Bisher klappt das super!

Wir haben ein paar klare Regeln in unserer Beziehung – ganz einfache Dinge, aber mit großer Wirkung.
Wir stehen meist zu unterschiedlichen Zeiten auf und haben dann beide erstmal unser ganz eigenes Morgenritual, und zwar als Marina und Micha – egal ob Sport, Yoga, Meditation oder einfach nur Spazierengehen. Erst danach sind wir wieder mit voller Power Ozeankind®. Direkt nach dem Aufstehen brauchst Du Marina ohnehin nicht ansprechen, das kann gefährlich werden 🙂

Überraschenderweise haben auch wir Arbeitszeiten – die sind zwar flexibel und wir haben noch nie in unserem Berufsleben mehr gearbeitet als jetzt, aber Du findest sonst kein Ende. Das musst Du aber, sonst kommt das Leben als Paar wirklich zu kurz.

Und zwischendurch gönnen wir uns dann auch mal einen Tag Urlaub und sind ganz normale Reisende. Wir schauen uns schöne Orte an, gehen was essen und versuchen, den Ort an dem wir dann sind, zu fühlen und alles um uns herum zu vergessen, was nichts mit uns beiden als Paar zu tun.

Noch zu 90% aus selbsterspartem Geld, 10% aus den Einnahmen unseres Online-Shops.

In der Vergangenheit sind wir schon oft & gern gereist. Unsere Prioritäten lagen mehr darauf als auf Statussymbolen wie: Auto, super teure Klamotten oder jedes Wochenende feiern zu gehen .

Für uns war schon vor einigen Jahren klar: Wir wollen 1 Jahr um die Welt reisen. Also legten wir mehrere Jahre jeden Monat Geld zu Seite, um uns den Traum selbst erfüllen zu können. Wie heißt es so schön:“call it a plan not a dream!“

Doch aus der geplanten Weltreise ist für uns eine Reise mit Sinn geworden: OZEANKIND. 🙂

Gegenfrage – was ist ein „normales“ Leben? Wenn es bedeutet: Angestellter sein in einem deutschen Büro, mit einer Wohnung/Haus + Kinder und arbeiten bis zur Rente. Dann können wir das schon jetzt verneinen. In diesem klassischen Konzept finden wir uns nicht (mehr) wieder.

Wir haben uns als Menschen verändert. Im Gegensatz zu unserem „früheren Leben“ sind wir zum Beispiel deutlich geduldiger und gelassener geworden – mit der deutschen Hektik kommst Du in vielen Ländern dieser Welt sowieso nicht sehr weit. Auch viele unserer Prioritäten haben sich durch das viele Reisen und vor allem durch Ozeankind® komplett verändert – es gibt so viele Dinge die uns früher wichtig waren sind, die mittlerweile komplett unwichtig geworden sind.

Nein, wir möchten weiterkämpfen/ weiter gehen und wenn möglich für immer Ozeankind® bleiben. Es warten noch viele Ideen darauf zum Leben erweckt zu werden, so viele Ecken in der Welt an denen wir mit anpacken können. Wo immer wir dann am Ende landen werden – das wissen wir noch nicht. Für mich (Micha) ist es wichtig, dass ich jeden Tag mit dem Fahrrad zum Ozean fahren kann. Und für mich (Marina) muss am besten 365 Tage im Jahr die Sonne scheinen – ich bin ein Sonnenkind. Also werdet ihr uns am Meer finden …

Klar gibt es auch mal Gegenwind, sowohl aus dem privaten als auch aus dem beruflichen Umfeld. Nicht alle Menschen können oder wollen verstehen, dass wir eben kein „Standard-Leben“ führen möchten und sind sich sicher, dass diese „Weltreise“ irgendwann mal ein Ende hat oder dass wir nicht dauerhaft ortsunabhängig arbeiten können.

Und so manch einer denkt auch, dass wir sowieso nichts bewirken können. Doch die kritischen Stimmen sind in der Minderheit. Wir bekommen viel Zuspruch und Nachrichten von Menschen, die sich bei uns bedanken. Die durch unsere Impulse ihr eigenes Konsumverhalten geändert haben und nun deutlich weniger Müll produzieren. So etwas macht uns super happy und gibt uns unendlich viel Kraft!

Aber natürlich gibt es auch Tage an denen es schwieriger ist als an anderen. Das kennt jeder Selbstständige oder der sich gerade ein eigenes Unternehmen aufbaut. Das ganze Projekt Ozeankind® ist aus erspartem Geld entstanden und ist aktuell einer wichtigen Phase. Das erhöht natürlich den Druck.

Definitiv nicht, wir sind weder Zero-Plastik noch Zero-Waste unterwegs. Vor allem wenn man unterwegs sind gibt es nun einmal nicht immer die Möglichkeit, Leitungswasser zu trinken oder Wasser in Glasflaschen zu kaufen. Und wenn uns danach ist „erlauben“ wir uns auch mal eine Cola in einer Plastikflasche oder Chips in einer Plastiktüte. Wir leben im 21. Jahrhundert und niemand muss gleich in den Wald ziehen, sich sein Shampoo selbst mischen und von jetzt auf gleich vollständig auf Plastik verzichten. Plastik ist ja nicht automatisch schlecht. Aber wenn jeder auch nur kleine Dinge ändert, seine Gewohnheiten überdenkt und vor allem den Müll aufhebt statt sich nur darüber zu ärgern, wäre der Welt schon geholfen.