Ozeankind® e.V.
Warum Ozeankind? Warum machen wir das?

UNSER TRANSPARENZVERSPRECHEN

EIN VEREIN, EIN THEMA.
SICHTBARE VERÄNDERUNGEN, KLEINE KOSTEN.

Wie Du wahrscheinlich weisst, leben Umweltschutzorganisationen in der Regel von Spenden und Mitgliedsbeiträgen – und dabei kommt teilweise ganz schön was zusammen. Alleine Greenpeace hat laut des Jahresberichtes 2018 die unvorstellbare Summe von 64,7 Millionen Euro an Spenden und Beiträgen erhalten – nachzulesen hier. Und dann stellt man sich natürlich immer die Frage … was ist damit passiert, was wurde erreicht, was ist geplant?

Natürlich hat jeder Verein, jede gemeinnützige Organisation auch Verwaltungskosten (wer einen Verein kennt bei dem das nicht so ist – her damit) – und zwar für Gehälter, für Werbung, für Mitgliederpflege, für Buchhaltung, Mieten und für unzählige andere kleine und große Dinge. Und dabei kann man all die verschiedenen Organisationen und vor allem das, was da unter “Verwaltungskosten” steht, oft nicht miteinander vergleichen. Denn da fängt es schon an … während für die eine Organisation die Flyer für die neueste XYZ-Kampagne Marketingkosten (und damit eigentlich eher Verwaltungskosten) sind, verbucht die nächste Organisation diese Flyer unter “Kampagnenkosten” und damit sind es vielleicht eher Projektkosten und zählen nicht in die Verwaltung.

Im Idealfall sind all diese Beträge natürlich gering, damit möglichst viel Geld für die Zwecke genutzt werden kann, die der Grund dafür sind warum Menschen überhaupt Geld spenden oder Fördermitglied werden. 

Natürlich gilt auch in den meisten Fällen, dass mit der Größe eines Vereins auch das Verhältnis von Spendengeldern zu Verwaltungskosten immer besser wird. Eigentlich logisch. In jedem Fall sollte das Geld, welches nach den Kosten für den eigentlichen Vereinszweck zur Verfügung steht, so eingesetzt werden, dass dadurch greifbare Veränderungen und Verbesserungen erzielt werden können.

EIN SCHIFF FÜR 5.000 “OCKEN” PRO TAG.

Doch irgendwie werden wir das Gefühl nicht los, dass heute viele Menschen mehr wollen als fünf Schiffe, die zum Schnäppchenpreis von locker 5.000 Euro pro Tag pro Schiff durch die Weltmeere schippern und dabei Diesel verschwenden, “nur” damit Taucher grosse Plakate hochhalten auf denen steht “Stoppt die Plastikflut jetzt”.

Dass sie mehr wollen als einfach nur Organisationen zu unterstützen, die das Geld für “irgendein” Projekt aus dem Portfolio Klima, Armut, Kohle, Pandas, Regenwald oder Hunger nutzen. Versteht uns nicht falsch, das ist alles wichtig, nur kann sich halt niemand um alles kümmern.

Dass mehr getan wird als Politiker oder Konzerne zu beschimpfen, Petitionen zu starten und sich an Bahngleise zu ketten.

Diese Dinge sind vielleicht alle ein wenig übertrieben (bis auf die Spendensumme und die Kosten für die Schiffe) und ganz sicher machen “die alle” auch noch mehr. Und wir meinen das auch nicht so böse wie es klingen mag. Jede Organisation ist wichtig. Am Ende ist all das aber auch für uns zu wenig.

Vor allem für mehr als 60 Millionen Euro im Jahr sind Aktionen wie diese nicht ausreichend.

Und überhaupt … wir finden Umweltschutz muss greifbar und umsetzbar sein und für möglichst viele Menschen muss es möglich sein, Dinge selbst zu verändern. Und mehr Menschen müssen an unsere eigene Macht glauben.

Deshalb haben wir das Ozeankind®-Projekt gegründet.

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FOKUS, FOKUS, FOKUS

Bei Ozeankind® e.V. geht es um Plastikmüll sowie um Recycling- bzw. Upcyclingprojekte. Keine Pandas, keine Kröten, keine Kernkraftwerke. Ein Themenbereich.

Und es geht um echte, greifbare und vor allem für jede(n) sichtbare Projekte, die alle einzeln hier auf unserer Webseite aufgelistet sowie auf unserem Facebook-Seite und auf unserem Instagram-Kanal veröffentlicht sind.

Wir versprechen dass wir jeden Cent, der nicht für Verwaltung, Reisekosten & Co. benötigt wird, für satzungskonforme Projekte verwenden die alle das Ziel haben Müll zu sammeln, künftigen Müll zu vermeiden oder die Aufmerksamkeit oder das Bewusstsein für das Thema Plastikmüll erhöhen, vor allem bei Kindern.

Auf Sansibar (unserem aktuellen Projektort im Ausland) arbeiten wir mit unserem Projektpartner, der Recyclingfirma Zanrec zusammen. Konkret bedeutet das, dass wir hier in unserem nicht physisch vorhandenen “Vorstandsbüro” in Deutschland die Ideen & Konzepte entwickeln und diese dann unserem Team vorstellen. Gemeinsam optimieren wir die Ideen und durch das Team vor Ort werden sie zum Leben erweckt und auch ganzjährig betreut. Wir, der Vorstand, besuchen ein bis max. zweimal im Jahr die Projekte auf der Insel um uns mit dem Team persönlich auszutauschen, weitere Kontakte zu knüpfen und unserer Community einen noch persönlichere Einblick in die Fortschritte der Projekte zu geben. In Zeiten von Corona ist das natürlich leider nicht immer möglich – aber wir geben unser Bestes. Persönlichkeit und Transparenz liegt uns am Herzen.

ÜBRIGENS: Uns war und ist es wichtig, dass wir immer gemeinsam mit den locals Dinge verändern und nicht die Rolle des “weißen Westlers” einnehmen, der sagt wie es zu laufen hat. Wir möchten als Ozeankind® e.V. die Lebensumstände der Community, die Strukturen und die Müllsituation vor Ort nachhaltig verbessern. DAS geht unserer Meinung nach, nur Hand in Hand und nicht “von oben herab”.

UNTERNEHMEN SIND NICHT AUTOMATISCH BÖSE

Ein schlauer Mensch hat einmal gesagt, dass es gefährlich werden kann und Du  vielleicht auch nicht viel erreichen wirst … wenn Du permanent gegen alles und jeden bist! Und das können wir ohne Zweifel unterschreiben.

Wir von Ozeankind® e.V. haben uns deshalb bewusst dazu entschieden, unter ganz klar definierten Voraussetzungen (unserer Ozeankind® DNA) und in Ausnahmefällen auch Kooperationen mit Herstellern bzw. Unternehmen nicht direkt auszuschliessen.

Denn wir sind überzeugt davon dass man viel mehr erreichen kann, wenn man zwischendurch auch mal gemeinsam versucht, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen – statt einfach immer gleich mit dem Hammer draufzuschlagen.

KURZ MAL DIE FINANZEN CHECKEN

Unsere Fördermitglieder (ab der Stufe Clownfisch) sehen im geschützten Mitgliederbereich ganz genau – und zwar jeden Monat in einem neuen Bericht –  welche Mittel der Verein wofür verwendet hat. Was hat der Flyer gekostet, wie teuer war das letzte Projekt und wieviel ist für Ehrenamtspauschalen draufgegangen? Wieviel Geld haben wir im vergangenen Monat eingenommen, wieviel haben wir ausgegeben und wofür?

Infos zu all diesen Dingen gibt es im Mitgliederbereich.

Auch Spender*innen bekommen regelmäßige Updates – bspw. haben wir zuletzt eine E-Mail versendet indem u.a. steht, wie sich die aktuelle prozentuale Verteilung der Ausgaben des ganzen Jahres darstellt.

Wer Fragen hat, schreibt einfach eine E-Mail an den Vorstand. Und bekommt eine Antwort. Auch das können wir garantieren: wir beantworten unsere Mails immer noch selbst oder beauftragen uns nahe stehende Menschen damit, einzelne Aufgabenbereiche zu übernehmen.

NACHTRAG 10.09.2019:

WENN ZWEI EINE REISE TUN

Spendengelder und Mitgliedsbeiträge werden selbstverständlich KEINESFALLS und NIEMALS für private Vergnügungsreisen oder schicke Hotels verwendet – das versteht sich von selbst. Doch weil es vereinzelt doch überaus kritische Menschen und sogar neuerdings einige Trolle gibt … hier nochmal kurz eine Info dazu.

Wenn wir an Orte reisen um dort entweder Projekte, lokale Workshops oder Vorträge vorzubereiten und natürlich auch um sie persönlich durchzuführen, verwenden wir logischerweise Gelder aus dem Vereinsvermögen dafür. Zur Verdeutlichung hier noch zwei Beispiele …

BEISPIEL 1:
Angenommen wir waren gerade zwei Monate auf Mauritius. Wir entscheiden uns, von dort aus weiter Richtung Malaysia aufzubrechen. Wir sitzen zwar dort auch mehr oder weniger den ganzen Tag am Rechner und “netzwerken” und machen und tun, aber wir haben vor Ort vielleicht kein Ozeankind®-Projekt. In einem solchen Fall bezahlen wir Transport und Unterkunft aus eigener Tasche.

BEISPIEL 2:
Angenommen wir sind in Deutschland und haben die Möglichkeit, an der Nordseeküste ein einwöchiges Projekt zum Thema Plastikmüll mit einer Schulklasse durchzuführen. Da wir wegen des Projektes an die Küste fahren und nicht privat, wird das Projekt (und dazu gehören nunmal auch Transfer und Unterkunft) aus der Vereinskasse bezahlt. Sollte es uns nach dem Projekt dort so gut gefallen dass wir entscheiden, noch drei weitere Wochen vor Ort zu bleiben, bezahlen wir diese drei Wochen natürlich wieder privat.

Eigentlich ganz einfach, oder?