Ozeankind® e.V.
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Umweltbildungsprojekt auf Sansibar

Phase eins: Umweltbildungsprojekt auf Sansibar ist beendet.

Es gibt etwas zu feiern! Unser 5 Monatiges Umweltbildungsprojekt auf Sansibar ist beendet. Das müssen wir kurz sacken lassen. In unserem ersten Vereinsjahr haben wir ein internationales Projekt finanziert und mit lokalen Projektpartnern realisiert. Danke an all die Unterstützer in 2019 die die Veränderungen und Verbesserungen für die Menschen im Norden Sansibars ermöglicht haben.

Kurze Zusammenfassung, worum geht es bei unserem Umweltbildungsprojekt auf Sansibar:

Begleitet von speziellen Unterrichtseinheiten zum Thema Umweltbildung, zahlreichen Workshops und CleanUps haben die Kinder zweier Schulen im Norden Sansibars in der ersten Projektphase von Juli bis November 2019 insgesamt rund 95.000 leere Plastikflaschen in ihrer Umgebung gesammelt und sie mit zur Schule gebracht.

Nachdem unser Recyclingpartner die Flaschen regelmäßig zur Weiterverarbeitung abgeholt hat, wurde der Materialwert wieder an die beiden Schulen ausgeschüttet. Von diesem Geld können nun dringend benötigte Dinge für die Schulen beschafft und Ausflüge organisiert werden. Und die Kinder LIEBEN Ausflüge!

Kein Ozeankind Projekt ohne uns vor Ort

Uns ist es wichtig, dass wir gemeinsam mit unseren lokalen Partnern vor Ort etwas verändern können. Es geht darum Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten und nicht einen Eindruck zu erwecken dass “reiche, weiße Westler in ein ärmeres Land kommen und nun alles umkrempeln wollen”.

Wir sehen uns als Partner auf Augenhöhe, suchen die Gespräche der Einheimischen. Denn sie wissen was in ihrem Land nicht so rund läuft, auf welche Herausforderungen man sich einstellen sollte und welche Kontakte man braucht. Kurz: wir geben finanzielle Hilfe & Konzepte an die Hand, wie wir als Team gemeinsam die Plastikmüllverschmutzung eindämmen & mehr Umweltbewusstsein bei den Kindern schaffen können.

Im Juli 2019 sind wir nach Sansibar gereist. Um unser Konzept zu überprüfen, um unseren Unterstützern zu zeigen wie & wo ihre Geldspende eingesetzt wird und um selbst 3 Wochen vor Ort mit anzupacken. All unsere Erfahrungen haben wir in diesem Beitrag zusammengefasst.

Kassensturz. Welche Schule hat gewonnen? Was haben die Kids gelernt?

Die Kinder hatten viel Freude beim Projekt und haben eine Menge gelernt. Sie sagten sogar das diese Phase viel zu schnell vorbei ging und sie noch gern weiterlernen wollen. All das berichtete unser Projektpartner zanrec. DAS macht uns natürlich mehr als happy & stolz! Und natürlich machen wir weiter. Aber dazu am Ende mehr.

Im Wettbewerb standen die Schüler & Schülerinnen von zwei Schulen: Kilindi school in Kendwa und die Nungwi school in Nungwi.

1.234 kg PET Plastikflaschen haben die Kids der Kilindi School gesammelt und zum Käfig auf dem Schulhof gebracht. An HDPE (der Kunststoff der Deckel) kamen 25 kg zusammen. Das entspricht ca. 41.133 Plastikflaschen! Wenn man davon ausgeht, das eine Flasche ca. 30g wiegt.

Die Kids von Nungwi haben in den 5 Monaten des Projektes 1.603 kg PET Plastikflaschen gesammelt. Wir haben einen Gewinner!! 🙂 An HDPE (der Kunststoff der Deckel) kamen 14,5 kg zusammen. Das entspricht ca. 53.433 Plastikflaschen! Wenn man davon ausgeht, das eine Flasche ca. 30g wiegt.

Wir sind soooo happy! Das dieses erste Projekt so ein großer Erfolg wird, damit haben wir nicht gerechnet. Wir habe es uns gewünscht aber DAS haben wir uns nicht mal erträumen können.

Was haben die Kinder gelernt?

  • Das Projekt hat den Kids Wissen über die Gefahren der Plastikmüll-Verschmutzung vermittelt und ein besseres Verständnis von einer geeigneten Abfallentsorgungen verschafft
  • Sie haben die Wichtigkeit von Recycling erlernt
  • Sie haben gelernt wie man die Umwelt & vor allem den Ozean besser schützen kann
  • Vor allem haben sie eine Idee bekommen, was man als einzige tun kann um die Umwelt zu schützen

Was passierte mit den Flaschen und Deckeln, nach dem Zanrec Ltd. sie abgeholt hat? 

Sobald Zanrec die Plastikflaschen und die -deckel abgeholt hat, werden sie zur Sammelstelle gebracht – dort werden sie erneut sortiert und evtl. werden zuvor übersehene Deckel noch abgeschraubt. Die erneute Sortierung ist deshalb wichtig weil viele der alten Flaschen – z.B. welche die fast gar nicht mehr als Plastikflaschen zu erkennen sind weil sie uralt sind – nicht mehr recycelt werden können und deshalb leider Restmüll sind.

Alle verwertbaren Flaschen (und das ist zum Glück der Großteil) werden an ein weiteres Recycling-Unternehmen aus der Hauptstadt Tansanias, Dar-es-Salaam, weiterverkauft – dort werden sie geschreddert und nach Asien geschafft, damit dort daraus neue Plastikprodukte entstehen können. Auf Sansibar gibt es leider noch kein Unternehmen, welches dies leisten kann.

Die Deckel gehen zu einem Unternehmen namens Ozti (ein Klick bringt Euch zu Facebook) – hier werden wunderschöne neue Dinge daraus gefertigt – Schüsseln, Stühle, Platten, … auch die haben wir übrigens besucht. Einige Impressionen haben wir hier für Euch zusammengestellt.

Wieviel Müll wurde während der monatlichen CleanUps gesammelt & entsorgt?

Monatlich gab es auch eine CleanUp Aktion, abwechselnd in Nungwi & in Kendwa. Dabei wurde der “normale” Müll gesammelt & getrennt davon Plastikflaschen & Deckel: 1.634 kg Müll sind dabei zusammengekommen, was bei uns als Restmüll in die Müllverbrennung wandern würde, wandert auf Sansibar (leider) auf die Mülldeponie.

Bei diesen Aufräum-Aktionen fand man auch viele Plastikflaschen – 200 kg wurden dabei aus der Umwelt entfernt und von ZANREC recycelt.

Wie geht es jetzt weiter?

Die Gewinnerschule darf nun im Dezember einen Ausflug machen, die Kosten sind dafür auch schon gesichert. Wir freuen uns schon auf die Fotos der Kids!

Unser Projekt läuft in Nungwi weiter wie oben beschrieben ab Januar 2020 weiter. In Kendwa läuten wir dann die zweite Phase unseres Projektes ein. Es ist die (für uns logische) Weiterentwicklung der Phase eins. Dafür werden wir persönlich im Februar wieder auf die Insel reisen. Was wir uns da ausgedacht haben, erzählen wir dann im Februar. Es wird sooooo toll!!

Du möchtest uns virtuell beim Projekt begleiten? Dann folge uns auf jeden Fall bei Instagram. Hier nehmen wir Dich auch im Februar mit nach Sansibar.

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