Projekt · SwopShop

Der SwopShop

Im SwopShop tauschen Kinder auf Sansibar gesammeltes Plastik gegen Schulsachen, Kleidung oder Hygieneartikel. Zuerst lernen sie, dass Plastik einen Wert hat und nicht in die Natur gehört. Der Tausch macht dieses Wissen konkret, das Sammeln ist die Übung dazu.

Auf Augenhöhe: Ocean Kind Zanzibar (OKZO)

Die SwopShops verantwortet unsere Partnerorganisation OKZO, eine eigenständige, auf Sansibar registrierte Organisation unter der Leitung von Fatma Ali Hemed. Das Team vor Ort führt die sechs Shops, entscheidet selbst und kennt die Dörfer und Familien. Wir fördern und begleiten, gesteuert wird auf der Insel.

Menschen vor Ort

  • Sechs Shops auf Sansibar, seit 2020 aufgebaut.
  • Sechs Frauen aus den Dörfern führen die Shops, angestellt bei OKZO.
  • Registriert unter Z0000283915.
Menschen vor Ort

Die Frauen hinter den SwopShops

Die SwopShops führen Frauen aus den Dörfern, in denen die Shops stehen. Sie entscheiden, was im Shop passiert, sie kennen die Familien, die kommen, und sie halten die Shops seit 2020 am Laufen.
Foto von Fatuma Haji Makame
Fatuma Haji MakameStoremanagerin in Nungwi Ich bin Fatuma vom SwopShop in Nungwi. Ich mache diese Arbeit seit fünf Jahren. Seit ich mit euch arbeite, habe ich viele Dinge gelernt, die ich vorher nicht kannte. Und ich bekomme vieles, was ich brauche und was ich vorher nicht hatte.
Foto von Rahma Silima Mahamud
Rahma Silima MahamudStoremanagerin in Kinyasini Ich bin Rahma vom SwopShop in Kinyasini. Ich mache diese Arbeit seit vier Jahren. Für mich hat dieses Projekt das Leben weniger schwer gemacht.
Foto von Kazija Jape Khamis
Kazija Jape KhamisStoremanagerin in Kendwa Ich bin Kazija vom SwopShop in Kendwa. Ich mache diese Arbeit jetzt seit fünf Jahren. Was mein Leben wirklich verändert hat: Ich habe gelernt, die unterschiedlichen Leben der Menschen kennenzulernen und zu verstehen. Ich habe gesehen, dass manche sehr kämpfen müssen, nur um das Nötigste zu haben.
⟦Foto, mit Einverständnis⟧
Futari Haji HassanStoremanagerin in Paje Ich bin Futari vom SwopShop in Paje. Das ist mein zweites Jahr mit dem Plastik. Seit ich angefangen habe, hat sich viel für mich verändert. Ich verdiene Geld und kann mir Dinge kaufen. Ich bin sehr dankbar, und ich liebe meine Arbeit.
⟦Foto, mit Einverständnis⟧
Salama Ame JumaStoremanagerin in Matemwe Ich bin Salama vom SwopShop in Matemwe. Ich bin seit fünf Jahren dabei. Durch dieses Projekt bin ich unabhängig geworden und verdiene mein eigenes Einkommen.
⟦Foto, mit Einverständnis⟧
Rukaiya Rmadhan SleyumStoremanagerin in Kizimkazi Ich bin Rukaiya vom SwopShop in Kizimkazi. Ich bin seit vier Jahren dabei. Seit ich hier arbeite, habe ich viel erreicht und bin unabhängig geworden. Wenn ich etwas brauche, ist es meine Arbeit, die es mir möglich macht. Kurz gesagt: Mein Leben ist besser geworden. Ich habe ein schweres Leben hinter mir gelassen.

Das Team von OKZO

Was mit dem Müll passiert

Unsere Haltung ist einfach: Müll ist überall besser aufgehoben als in der Natur. Auf Sansibar heißt das die beste Lösung, die es vor Ort gibt. Das gesammelte Material geht an TR Recycling, den Abnehmer von OKZO auf der Insel.

PETwird zu Flakes verarbeitet
HDPEwird zu neuen Gegenständen
Glaswird verkauft und wiederverwendet
Bio-Müllwird kompostiert
Restmüllwird mangels Alternative verbrannt

Wirkung

Was die SwopShops seit 2020 bewegt haben.

6.800
Kinder in unseren Programmen auf Sansibar
6
SwopShops auf Sansibar
10
feste Stellen bei OKZO
500+ t
Plastik seit 2020 eingetauscht

Stand: September 2026

Häufige Fragen zum SwopShop

Die ehrlichen Fragen, die uns zum SwopShop am häufigsten gestellt werden.

Euer SwopShop-Projekt — ist das nicht Kinderarbeit?

Nein. Die Kinder sammeln freiwillig und in ihrer Freizeit, nie statt der Schule. Jedes Kind ist registriert, die Eltern haben ihr Einverständnis unterschrieben, und die Teilnehmerlisten gehen regelmäßig an die Schulen. So sehen wir, ob die Kinder weiter zur Schule gehen, und können reagieren, falls nicht. Kinderarbeit ist nach der Definition von UNICEF eine Tätigkeit, die das Kindeswohl gefährdet oder den Schulbesuch verhindert. Der SwopShop tut das Gegenteil: Er gibt Kindern Zugang zu Schulmaterial, Kleidung und Hygieneartikeln, die sie sonst oft nicht hätten.

Regt ihr mit den SwopShops nicht zum Müllproduzieren an?

Die Frage ist berechtigt, und wir achten darauf. Drei Gründe, warum der Anreiz nicht kippt: Das Plastik, das die Kinder bringen, liegt bereits in der Landschaft, am Strand und an den Straßen, es gibt auf Sansibar keine Müllabfuhr, die es sonst holen würde. Die Punkte pro Kilo sind bewusst so niedrig, dass sich Kaufen zum Eintauschen nie lohnt. Und die Frauen, die die Shops führen, kennen die Kinder und sehen, was gebracht wird. Das Ziel bleibt Bewusstsein: dass Müll nicht in die Natur gehört und dass Plastik einen Wert hat. Vermeidung kommt im Unterricht danach, wenn die Grundlage da ist.

Was passiert mit dem gesammelten Müll?

Unsere Haltung ist einfach: Müll ist überall besser aufgehoben als in der Natur. In Deutschland geht er in die reguläre Entsorgung. Auf Sansibar nehmen wir die beste Lösung, die es vor Ort gibt. Das Material aus den SwopShops geht an den Verwertungspartner von OKZO.
PET wird zu Flakes verarbeitet · HDPE wird zu neuen Gegenständen · Glas wird verkauft und wiederverwendet · Bioabfall wird teilweise kompostiert · Restmüll wird mangels Alternative auch oft verbrannt

Aktuelles aus diesem Projekt

Die Recycling-SwopShops auf Sansibar laufen das ganze Jahr über. Sobald es Neues aus den Shops gibt, erscheint es hier.

Alle Beiträge zum SwopShop

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Mit deiner Spende finanzierst du Schulsachen, Kleidung und Hygieneartikel, die Kinder im SwopShop für gesammeltes Plastik eintauschen. 60 Euro sind eine Schuluniform, Schuhe und ein Rucksack für ein Kind.

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