Sonne über Meer

Warum das Alles?

Immer wieder die gleiche Frage – warum machen wir das?

Das ist natürlich durchaus eine berechtigte Frage, schließlich könnten wir auch einfach so weiter machen wie in den letzten Jahren. Wir haben brav unseren Müll getrennt, haben wenn immer möglich Bio-Lebensmittel gekauft, uns Sonntags auf den Tatort gefreut und sind ab und zu mal im Kino gewesen. Wir hatten teure Sparverträge, haben etwa 250 Tage im Jahr jeden Tag mindestens von 9 bis 18 Uhr gearbeitet, um dann vom verdienten Geld 30 Tage Urlaub irgendwo auf dieser Welt zu machen. Wir haben uns schon immer über Plastiktüten aufgeregt und fanden Produkte wie bspw. Haifischflossensuppe absolut sinnlos.

Schildkröten mit Plastikstrohhalmen in der Nase oder gestrandete Wale mit kiloweise Plastikabfall im Magen hielten wir für schrecklich und haben gehofft, dass da schon jemand was gegen tun wird. Wir nehmen ja schließlich einen Jute-Beutel mit zum Einkaufen und trennen unseren Müll. Unsere „Schuld“ war damit getan. Dachten wir.

Unsere Mission

Das Wichtigste auf unserer Reise ist jedoch nicht das Reisen an sich, vielmehr haben wir eine MISSION.

In unseren gemeinsamen 67 Lebensjahren (unser addiertes Alter) haben wir, wenn wir mal vom deutschen Durchschnitt ausgehen, knapp 14 Tonnen Verpackungsmüll produziert!

Die 14 Tonnen Verpackungsmüll, die wir bisher so weggeworfen haben, sammeln wir erstmal wieder ein – und zwar in Form von Plastik.  Auf der ganzen Welt.

Und zwar dort, wo er am allerwenigsten hingehört und wo er uns am allertraurigsten macht: am Strand, in Dörfern am Meer und natürlich auch direkt aus dem Ozean!

Unsere große Vision

  1. Wir wollen in den nächsten 5 Jahren, bis zum Jahr 2022. 50.000 Tonnen Plastikmüll sammeln.
  2. 1.000.000 Menschen davon überzeugen, keine Einwegplastik-Produkte mehr zu kaufen, ihren Plastikkonsum zu überdenken & zu minimieren.

Um das zu schaffen, setzen wir auf Deine aktive Hilfe. Sammele den Müll ein, der in der Natur liegt, wiege ihn und schicke uns eine Nachricht mit der Info zum Gewicht. Nur so können wir es in unseren Counter mit aufnehmen.

Marina & Micha im Reisefieber

Jeder der uns kennt, weiß dass wir gerne reisen. Die Frage war nie „ob“, sondern wohin es geht – und nicht selten kamen von Freunden dann so Fragen wie „Wo ist das denn?“ oder „Wie kommt ihr denn darauf“? Wir sind also schon immer viel und gern gereist – niemals pauschal, immer individuell geplant, gerne auch an unbekanntere Orte. Und da wir noch viel mehr von der Welt sehen wollten und 30 Tage im Jahr dafür aber unserer Meinung nach nicht ausreichten bzw. das Leben zu kurz ist, war unsere ursprüngliche Idee, uns eine einjährige „Lücke“ im Lebenslauf zu genehmigen und mehr oder weniger genau ein Jahr durch die Welt zu reisen.
Danach wollten wir nach Deutschland zurückkommen, uns einen neuen Job suchen und einfach so weitermachen wie zuvor.

Plastik, Plastik und nochmals Plastik – und wo sind all die Haie hin???

Zurück ins Jahr 2016, wir waren u.a. mit einem kleinen Schiff auf den Malediven unterwegs. 10 Tage nur wir und der Indische Ozean mit all seinen Haien, Fischen, Delfinen, Schildkröten und einsamen, unberührten Inseln.

Versteht uns nicht falsch, es war der Trip unseres Lebens – unzählige Delfine, Fische und Schildkröten, ein wunderschönes Erlebnis! Aber das alles hatte einen großen Wermutstropfen – wir haben nur einen einzigen Hai (einen kleinen Ammenhai) und unfassbar viel Plastikmüll gesehen. Auf dem Meeresgrund, an der Wasseroberfläche, einzeln oder als ganzer Strom, auf unberührten und unbewohnten Inseln – in Form von FlipFlops, Getränkedosen, Plastiktüten, sonstige Umverpackungen, Chipstüten, … zig Seemeilen entfernt von jeglicher Zivilisation und vor allem auch teilweise von deutschen Markenherstellern.

Da stellt man sich natürlich schon die Frage: Wenn wir doch immer schön brav unseren Müll trennen, wieso sehen wir Tüten von deutschen Discountern im Indischen Ozean? Wie kommen die dahin? Und warum so viele?

Fragen über Fragen

Wieso haben wir trotz unzähliger Stunden im Wasser keine Haie gesehen bzw. nur einen kleinen Ammenhai aus größerer Entfernung? Wieso sind die Korallen nicht bunt? Wo sind all die Haie hin, die Micha gut 10 Jahre zuvor noch im gleichen Atoll gesehen hat? Die ganzen Riffhaie und Rochen die hier herumgeschwommen sind?

Wir wollen Antworten – und etwas dagegen tun

Zurück in Deutschland haben wir uns weiter und noch intensiver mit dem Plastikmüll im Meer, den vom Aussterben bedrohten Haien und unserem Einfluss als Konsumenten beschäftigt.

Wir haben uns selbst, unsere Gewohnheiten und unser eigenes Konsumverhalten hinterfragt. Haben nach Kosmetik ohne Mikroplastik gesucht, uns auf die Suche nach nachhaltig gefangenen Tunfischen gemacht und alle verfügbaren Filme oder Reportagen darüber gesehen oder gelesen.

Wir waren auf vielen Veranstaltungen und haben dabei viele tolle Menschen kennen gelernt, die sich für unsere Ozeane einsetzen. Und wir haben festgestellt: DAS IST UNSERE WELT, das sind die Menschen von denen wir lernen möchten, das sind die Menschen die den Unterschied machen. Das sind die Menschen, deren Kinder irgendwann mal sagen können, das ihr Papa oder ihre Mama es versucht hat.

In etwa 50 Jahren haben WIR, also unsere Generation, es endgültig VERKACKT

Viele der Tiere unserer Ozeane leben seit 200 Millionen Jahren auf diesem Planeten – sie waren also lange vor uns hier und haben bisher alles überlebt – Erdbeben, Vulkane oder Meteoriten – doch leider sterben viele dieser fantastischen Wesen bald aus. Todesursachen: Plastikmüll, Überfischung und allem voran unser Konsumverhalten. Wenn wir so weitermachen, stirbt das Meer. Kein Witz, das ist die Wahrheit. Nix mit Schildkröten und Delfintherapie und so, kein Essen für Menschen die vom Fischfang abhängig sind. Wir haben vielleicht noch 50 Jahre. Viele von uns werden das also sogar noch erleben.

Nun können wir beiden alleine die Welt natürlich nicht vollständig verändern. Aber Du und wir zusammen, wir gemeinsam haben mehr Power als Du denkst, denn unser Konsumverhalten und unsere Geldbörse ist die stärkste Waffe die es gibt.

Wir sprechen mit Menschen, die ebenfalls Ihren Teil dazu beitragen, stellen Euch tolle und nachhaltige Projekte auf der ganzen Welt vor und kümmern uns um die Bewohner dieser Erde, die selbst nicht sprechen können und von denen trotzdem so Vieles abhängt. Zum Beispiel das Leben auf diesem Planeten. Unser Leben.

Wir machen uns auf die Suche nach Antworten, möchten wissen wie jeder Bewohner dieser Welt und somit auch DU einen Beitrag leisten kann. Wir möchten Antworten, von Menschen die die Verantwortung tragen, vor Ort, live und in Farbe. Wir möchten wissen warum ein Mensch in Indonesien einen Hai tötet. Wir möchten wissen wieso wir sterben, wenn die Haie aussterben. Wir werden Müll sammeln, Tiere retten oder die Rettung vorbereiten, Menschen kennen lernen, hoffentlich mit Kindern arbeiten und vieles mehr. Und Du kannst dabei sein.

Wusstest Du zum Beispiel, dass das MSC-Siegel auf Fisch nicht gleichbedeutend ist mit „kann ich problemlos kaufen“? Wusstest Du, dass in nahezu allen Standard-Shampoos Mikroplastik enthalten ist, welches wir am Ende des Tages wieder im Meer landet essen, was am Ende wieder in unserer Nahrungskette landet? Ist Dir bewusst, das wir in Europa ebenfalls eine Hochburg für illegalen Haifang sind? In einem unserer bevorzugten Urlaubsländer.
Du atmest ein, Du atmest aus. 12 tote Haie. Du atmest ein, Du atmest aus, jetzt sind es schon 24.

Wir sind weder Meeresbiologen noch Professoren, keine Experten oder wissenschaftliche Mitarbeiter. Wir sind einfach nur Marina und Micha, zwei Menschen die eine eigene Meinung haben, die Fragen stellen und die bereit sind, Ihren Teil zu leisten und das Leben im Hamsterrad aufzugeben.

 

Es ist schön, wenn Du uns auf unserer Reise begleitest, um mit uns gemeinsam die Welt ein kleines bisschen besser zu machen.

Marina & Micha

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