canned hunting

Als Volunteer in Südafrika

Im Urlaub mit wilden Tieren arbeiten

Südafrika ist ein Paradies für Tier & Naturliebhaber. Von Pinguinen und anderen Vögeln zu Affen, Elefanten Haien bis hin zu Wildkatzen. Für jeden Geschmack ist was dabei. Das sich mit den Tieren neben den bekannten Safaris anständig Geld verdienen lässt, ist so manchen Geschäftsmännern mittlerweile aufgefallen. Es ist eine Nische entstanden bei der es in den Auffangstationen nicht um Tierschutz, sondern um den reinen Profit geht. Die Volunteers, die sich bewusst dafür entscheiden im Urlaub zu Arbeiten und dafür noch zu bezahlen werden schamlos ausgenutzt.

Finger weg von Volunteer-Projekten mit Grosskatzen

Ich liebe Grosskatzen! Besonders Leoparden haben es mir angetan. Zuhause suchte ich im Internet nach Erlebnissen wie und wo ich diesen Tieren nahe kommen könnte. Es gibt eine Menge! Unzählige Auffangstationen, die misshandelten oder verstoßenen Tieren ein Zuhause und Liebe geben.

Du kannst als Volunteer die Tiere pflegen, füttern, streicheln und mit manchen sogar spazieren gehen. Mir ist bewusst, dass es eigentlich schon komisch ist, mit einem Geparden an der Leine durch die Landschaft Südafrikas zu spazieren. Dennoch machten die gewissen Webseiten & Angebote einen vertrauenswürdigen Eindruck.

Um es kurz zu machen, wir haben kein Volunteer Projekt mit Wildkatzen gemacht, aber nicht weil uns bestimmte Hintergründe (die wir heute kennen) bekannt waren, uns war es schlicht zu teuer.

Wildkatzenbabies als Touristenattraktion

Löwenbaby

Sind wir mal ehrlich, so knuffige Löwenbabies sind schon Zucker. Und dann stell Dir jetzt vor Du schenkst deine Zeit & Liebe diesem kleinen verstoßenen Tier und hilfst mit die Löwen vor dem Aussterben zu bewahren.

Was Dir aber keiner sagt: Du unterstützt damit die Wildkatzenjagd. Das genaue Gegenteil wofür du bezahlst.

Canned Hunting zu Deutsch „Gatterjagd“ ist ein Geschäft in Südafrika und nicht verboten. Diesen Begriff haben wir noch nie im Leben gehört und ich bin zutiefst geschockt. 🙁

Wildtiere werden gezüchtet und in sogenannten Auffangstationen gern von Freiwilligen großgezogen. Wenn die Babies aus dem Knuddelalter raus sind werden sie an Firmen verkauft, die sie in Naturgehege einsperren. Es handelt sich hierbei nicht um eine Auswilderung. Die Löwen und Co. werden zum Abschuss freigegeben. Touristen kommen ins Land um für eine Menge Geld „einmal im Leben“ auf ein Tier zu schiessen und es als Trophäe mit nach Hause zu nehmen. Was für ein krankes Hobby!

Ein weiteres Problem ist, die Wildkatzen in den Gehängen sind an den Menschen gewohnt. Sobald sie uns sehen, denken sie sich nichts Böses und bleiben stehen oder bewegen sich sogar auf Menschen zu. Eine tödliche Falle. Selbst der Hobbyjäger hat so ein leichtes Spiel auch wenn man selbst keine Ahnung hat wie man auf schnelle Weise ein Tier tötet.

Jährlich fallen Trophäenjägern in Südafrika mehr als 1.000 Löwen zum Opfer.

Ozeankind - unser Fazit

Augen auf bei der Volunteer-Projekt Wahl

Wenn ich „Volunteer Südafrika Tiere“ suche kommen über 500.000 Ergebnisse raus. Da fängt das Problem schon an. Wo anfangen? Wem kann ich trauen, wem nicht?

Ich würde in diesem Fall keiner Suchmaschine und den verschiedenen, verlinkten Webseiten mit Siegeln trauen.

Es verwirrt und kostet unendlich viel Zeit. Wenn Du mit Tieren arbeiten möchtest kann ich  diese Seite auf facebook Volunteers in Africa Beware  empfehlen. Sie zeigen Dir eine Liste der für ethisch korrekte Volunteer Projekte in Afrika/Südafrika.

Folgende Wildkatzen Projekte können wir empfehlen:

Panthera Africa

Emoya

Drakenstein

Lions Rock

Jukani

Für uns war klar, dass wir während unserer Zeit in Südafrika auch mit Tieren arbeiten wollen. Die Faszination für weiße Haie hat uns letztendlich nach Gansbaai zu White Shark Project geführt. Wir haben hier unsere Erfahrung & Erlebnisse aus dem Volunteering niedergeschrieben.

9. September 2017
Weisse Haie vor Gansbaai gesichtet
30. September 2017
Unsere Unterkünfte in Südafrika

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