Bildrechte: Sharkproject Sharkproject Schulprogramm

Plastik, Ökosystem, Haie und Überfischung – das Sharkproject Schulprogramm

Das Sharkproject Schulprogramm

Die Bildung der nächsten Generation, nämlich der Kinder von heute, ist der wichtigste Baustein unserer vielseitigen Arbeit bei SHARKPROJECT.
Wir sind unseren Kindern und unseren Enkeln gegenüber verpflichtet. Nicht nur wir bekommen die Fehler zu spüren, die unsere Generation heute macht, sondern vor allem die kommenden Generationen. Daher setzt sich Sharkproject besonders für die Umwelt-Bildung der Kinder ein. Wir wollen sensibilisieren, auf die Meere und ihre Probleme aufmerksam machen. Der Hai spielt hierbei eine wichtige Rolle, aber auch andere Themen bewegen uns. Und genau aus diesem Grund haben wir das Sharkproject Schulprogramm entwickelt.

Plastik im Meer und die Zerstörung des Ökosystems

Beides muss unbedingt gestoppt werden. Die Information und Überzeugung der nächsten Generation ist hierzu der Schlüssel – wenn die heutigen Kinder ihr Leben anders führen, können die Haie und die Meere gerettet werden!
Denn schaut man sich die Erde vom Weltall aus an, stellt man fest, dass fast zwei Drittel der Erdoberfläche von Wasser bedeckt sind und nur ein Drittel von Landmassen. Aus diesem Grund müsste unser Planet eigentlich nicht „Erde“, sondern „Meer“ heißen.
Die Faszination der Menschen für das Meer und ihre Lebewesen existiert schon seit Urzeiten.

Wie steht es um die Zukunft der Artenvielfalt?

Die heutigen Kinder und Jugendlichen gehören zu einer der letzten Generationen, die noch die Vielfalt erleben und erhalten kann. Sharkproject hat für jede Schulform ein umfangreiches Konzept ausgearbeitet. Der Aufbau und der Inhalt jeder Präsentation sind der jeweiligen Jahrgangsstufe angepasst. Interaktiver Unterricht mit vielen Experimenten, Lesungen, Beamer Präsentationen und Spielen laden ein, mehr über das Meer zu erfahren.
Unsere pädagogisch ausgebildeten Schulreferenten stellen sich auf die jeweiligen Voraussetzungen ein und entscheiden gemeinsam mit den Lehrkräften über die Form und die Länge des Unterrichts. Von einzelnen Schulstunden über Projekttage bis hin zu ganzen Projektwochen ist alles möglich.
Für die Grundschule werden 4 Module angeboten.

Schülerinnen und Schüler des Sharkproject Schulprogrammes

© F. Kremer-Obrock

Sharkproject Schulprogramm – Modul 1: Plastik im Meer

Was richtet Plastik in unseren Meeren an? Wie sollen wir mit Plastik sinnvoll umgehen? Basierend auf der vorgelesenen „Michel“-Geschichte „Die Invasion der Tütenquallen“ folgen ein Frage-Antwort-Spiel und spannende Experimente; diese vermitteln Erkenntnisse zu Meeresströmungen, Umweltkreisläufen und den Folgen des Plastikkonsums.Sharkproject ist hierbei sehr wichtig, dass die Kinder erkennen, wie sie selber im Alltag sensibler mit Plastik umgehen können, und wie sie das ökologische Problem mit einfachen Mitteln ändern können.

Sharkproject Schulprogramm – Modul 2: Das Ökosystem

In diesem Modul erfahren die Kinder sehr viel über das Nahrungsnetz mit Haien und anderen Raubfischen an der Spitze des Ökosystems. Hieraus wird die Wichtigkeit von Schutzgebieten und Reservaten herausgearbeitet. Mit Plakaten, Memory-Spiel, Bastelvorlagen und Experimenten kann der Unterricht interaktiv gestaltet werden. Basis und Einstieg in dieses Modul ist die „Michel“-Geschichte „Die Flucht ins Paradies“.

Sharkproject Schulprogramm – Modul 3: Der Hai

In der Geschichte „Michel und die Zähne“ verliert Michel einen Zahn und macht sich große Sorgen, wie er später Fische jagen soll, wenn das so weiter geht. Hieraus folgt die Erkenntnis der nachwachsenden Zähne, des Revolvergebisses der Haie und der unterschiedlichen Gebissformen. Dies ist die Basis des Unterrichts zur Anatomie von Haien. Mit einfachen und beeindruckenden Experimenten erfahren die Kinder z.B., wie es wohl ist, ein Seitenlinienorgan oder Lorenzinische Ampullen zu haben. Ziel dieses Modules ist es, den Kindern die außergewöhnliche Natur von Haien nahzubringen und sie so für diese Tiere zu sensibilisieren.

Sharkproject Schulprogramm – Modul 4: Die Fischerei

Basis ist die „Michel“-Geschichte „Das Rumpel-Bumpel Monster“. Inhalt dieses Moduls sind Fischereimethoden und der Konsum von Fisch durch den Menschen, unter anderem mit Bastelarbeiten und Bewegungsspielen. Auch wird den Kindern vermittelt, wie man sich mit seinem persönlichen Fischkonsum verantwortungsbewusst verhält.

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© F. Kremer-Obrock

Vorträge von Sharkproject auch für weiterführende Schulen

Sharkproject liegen auch die Schüler der weiterführenden Schulen am Herzen. Es ist unverzichtbar, über den allgemeinen Biologieunterricht hinaus besonderes Wissen über Haie und das Ökosystem Meer zu vermitteln. Die Vortragsreihe für Mittelstufe und Oberstufe informiert durch unsere versierten Sharkproject-Schulreferenten altersgerecht unter Beachtung des vorhandenen Vorwissens. Nach dem Einführungsfilm folgen in mehreren Modulen Inhalte wie:

Weitere Informationen zum Sharkproject Schulprogramm

Die Vorträge regen die Kinder auch an, über das eigene Verhalten zu reflektieren und zu erarbeiten, wie der Mensch sich nachhaltiger verhalten kann.

Unsere Sharkproject-Schulreferenten passen ihre Vorträge individuell an den jeweiligen Jahrgang (5. bis 12. Klasse) an. Es gibt spannende Filme und beeindruckende Fakten, die dazu anregen, mehr über Haie zu erfahren. Hierbei findet kein ausschließlicher Monolog statt, die Schüler werden vielmehr aktiv in die Erarbeitung der Themenabläufe eingebunden.

Darüber hinaus bieten wir Unterstützung bei Projektwochen und Informationsveranstaltungen wie Schulfesten an. Die Wissensvermittlung erfolgt dabei spielerisch durch Malvorlagen, unser Junior-Haiforscher-Quiz, auffällige Exponate und Infotafeln oder (bei größeren Veranstaltungen) durch einen ganzen Lehrpfad zum Thema „Haie und das Ökosystem der Meere“.

Sharkproject ist eine Artenschutzorganisation, die sich satzungsgemäß für die über 500 Arten Haie und deren Umfeld, das marine Ökosystem, einsetzt. Trotz vieler wissenschaftlicher Studien, die dringend davor warnen, so weiterzumachen wie bisher, geht der Raubbau der Meere weiter. Egal, ob es Thunfische sind oder Haie – Business schlägt Meeresschutz, und zwar um Längen. Ein halbes Dutzend der großer Haiarten, an vorderster Stelle Große Weiße Haie, Bullenhaie und Tigerhaie, sind sicherlich in der Lage, Menschen gefährlich zu werden.

Menschen stehen nicht auf der Speisekarte der Haie

Die in den Medien gerne sensationsgierig ausgebreiteten Vorfälle, bei denen Surfer, Schwimmer oder Taucher von Haien verletzt oder gar getötet werden, sind zunächst derart selten, dass man eigentlich nicht darüber berichten müsste. Selbst Moskitos töten pro Jahr mehr Menschen als alle Haie weltweit zusammen. Es ist erwiesen, dass die meisten der sogenannten „Hai Attacken“ eigentlich „Hai-Unfälle“ sind und auf fehlerhaftem Verhalten der Menschen basieren. Kein vernünftiger Mensch würde auf die Idee kommen, an einem Wasserloch mit Löwenrudel in der Serengeti den Schutz des Autos zu verlassen. Milliarden von Menschen gehen aber jedes Jahr im offenen Meer ihrem Freizeitvergnügen nach, im Revier der Haie. Und fast alle, ohne verletzt zu werden. Sharkproject versucht, den Menschen ein richtiges Gefühl zu geben, wie Haie eigentlich zu betrachten sind, und macht darauf aufmerksam, wie es um den Zustand in den Weltmeeren bestellt ist. Die Nicht-Regierungs Organisation mit Stammsitz bei Offenbach am Main wurde 2002 gegründet. Unter dem Dachverein Sharkproject International´wurden die Landesvereine in Deutschland, Österreich und Schweiz gegründet, die vor Ort die Botschaft tragen und verbreiten.
Eines der vielen nationalen und internationalen Projekte ist das seit 2006 bestehende Sharkproject-Schulprogramm.

Die Reihe der kostenlosen Maßnahmen reicht von Lesungen in Kindergärten, einem interaktiven Grundschulkonzept, Vortragsreihen für die Mittel- und Oberstufe, begleitenden Projektwochen, Schulfesten, Kinder-Veranstaltungen und Sonderausstellungen bis hin zu Schulmaterialien für ärmere Länder.

Nähere Informationen zu SHARKPROJECT findest Du auf der Internetseite www.sharkproject.org und www.facebook.com/sharkproject.

 

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