Travel Festival

Unser erstes Mal – Ozeankinder auf dem Travel Festival

Da stehen wir nun, mit den Füßen im Sand des Travel Festival

Was waren das bitte für außergewöhnliche Tage?! Wir sitzen im Auto auf dem Weg von Witten nach Osnabrück. Hinter uns liegt das 3. Travel Festival – und wir durften wirklich ein Teil dessen sein.

Ich erinnere mich noch gut an den Moment. Wir sitzen in Südafrika, in Umhlanga (bei Durban) und arbeiten an unserem Online-Shop, der am 01. Oktober gelauncht werden sollte. Es war Mitte September und in der Travel Festival Facebook-Gruppe lief eine Abstimmung der Community, wer denn das nächste Mal auf der Strandbühne stehen sollte.

Da standen so Namen wie life-to-go, 22places, gehmalreisen, backpackingsimon, 4legs2backpacks, globusliebe, loveandcompass – und eben Ozeankind®. Das alleine ist schon komplett surreal. Denn diese Namen,  die Menschen dahinter sind alle Reise-Blogger. Sie sind teilweise schon seit mehreren Jahren in der Welt unterwegs und haben riesige Fangemeinden im Rücken.

„Öhm…guck mal, Schatz. Unser Name steht da ziemlich weit oben in der Abstimmung.“ Wir waren zeitweise sogar auf dem ersten oder zweiten Platz. Ich hab mir nicht weiter Gedanken darum gemacht, denn 22places und gehmalreisen werden das Ding schon holen. Oder eben ein anderer Reiseblogger, denn es ist ja schließlich ein Travel Festival. Doch es kam anders – denn dann blieben wir auf dem dritten Platz stehen. Auch nach Ende der Abstimmung. Whaaaat?!

Ja, ich habe die Community vielleicht ein bisschen anders eingeschätzt, hätte niemals damit gerechnet dass ein Projekt wie Ozeankind® interessant sein könnte. Doch nach einigen Tagen kam von der lieben Laura tatsächlich eine Sprachnachricht mit der Bestätigung. Wir sind Teil der dritten Ausgabe des Travel Festivals! AHHHHHH….Hilfe.

Die Gedanken fuhren Achterbahn. Das Herz klopfte schon schneller, wenn ich nur daran gedacht habe, auf einer Bühne zu stehen und über unsere Herzensangelegenheit zu sprechen.

Zum Glück waren ja noch mehr als 6 Monate Zeit bis dahin. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir nicht was bis zum Mai alles passiert, über was wir reden werden, was wir den Menschen mitgeben möchten. Ich hatte aber ein tiefes Vertrauen, dass sich das alles fügen und gut wird.

Die Zeit rast – nur noch eine Woche!

Eine Woche vor unserem Auftritt steht noch nix. Zumindest bei uns nicht. Denn der Zeitplan steht. Wir eröffnen mit unserem Vortrag das Festival. Was für eine Ehre! 3 Tage vorher steht dann auch endlich unser Vortrag:

„WIE DAS REISEN DIR DEINEN PLATZ IM LEBEN AUFZEIGT. WIR SPRECHEN ÜBER UNSERE PERSÖNLICHE REISE ZU UNS SELBST, WIE WIR UNSERE MISSION GEFUNDEN HABEN.“

Mit dem Flixbus ging es am Freitag nach Bochum – wir müssen ja Geld sparen. Wir wurden herzlich von Marco (kommwirmachendaseinfach) am Bahnhof empfangen und zu Laura nach Hause gebracht. Die Begrüßung war super herzlich und wir hatten sofort das Gefühl, als ob man sich nach langer Zeit mit alten Freunden treffen würde. Obwohl man sich in Wirklichkeit im echten Leben vorher noch nie gegenüber stand. Das ist schon verrückt, denn dieses Gefühl zog sich durch das gesamte Wochenende. Egal ob man sich mit den anderen Speakern unterhielt oder eben mit Besuchern,  mit Euch. Diese ganze Atmosphäre ist einfach einmalig. Unfassbar toll!

Und überhaupt – wir durften uns die Bühne mit so vielen tollen Menschen (Nira & Christoph, Daniel, Alicia, Tobi) teilen, mit denen wir viel gequatscht & Spaß gehabt haben. Das alles war wie ein großes Klassentreffen. Alles nur möglich durch Dich liebe Laura!

Travel Festival

© F.Krippeit

Dann kam DER Tag. Unser erster Vortrag vor so einem Publikum.

Ich war saunervös. Etwas anderes zu schreiben wäre schlichtweg gelogen. Da stehen wir nun, mit den Füßen im Sand, und sprechen über unsere Anfänge. Wir haben nicht mit den letzten acht Monaten begonnen, sondern mit dem Datum vor acht Jahren. Denn nur weil Micha & ich uns kennengelernt und in den vergangenen Jahren die Welt bereist haben, kam es überhaupt zu Ozeankind.

„DAS LEBEN WRD VORWÄRTS GELEBT – ABER RÜCKWÄRTS VERSTANDEN“

Schon als wir die Bilder für unseren Vortrag herausgesucht haben, fiel es uns wirklich schwer uns auf einige wenige Momente (Reisen) zu beschränken, denn wir waren während den letzten Jahren ja wirklich viel auf Reisen. Ob Europa, Costa Rica, Brasilien, Island oder Sansibar. Denn darauf lag unser Fokus. Nicht etwa der Wunsch nach einer größeren Wohnung, einem fetteren Auto oder auf ausgiebige Party-Wochenenden. Denn wir haben schon von Beginn an unsere Prioritäten auf Erlebnisse, auf Erfahrungen, aufs Reisen gelegt. Nur so konnten wir schon ein paar Jahre lang Geld zur Seite legen, um länger auf Reisen gehen zu können.

Im Vortrag dann sprachen über Momente, die uns veränderten, die uns das Leben anders haben wahrnehmen lassen, die in uns Fragen aufgeworfen haben, die uns selbst vor Augen führten wie wir unser Leben in Zukunft leben möchten und inwieweit wir einen Unterschied auf unseren Planeten hinterlassen wollen.

© F.Krippeit

Es war einfach ein unbeschreibliches Gefühl mit mehr als 100 Menschen über unsere Werte und Wünsche zu sprechen, was wir denn verändern möchten und dass eben nicht alleine, sondern mit der Unterstützung von möglichst vielen Menschen. Dass wir Motivation und einige Tipps weitergeben durften oder dem ein oder anderen vielleicht die Augen öffnen konnten.

Nicht nur einmal wurden unsere Augen nass und die Stimme sackte weg. Dass das so ist, zeigt uns immer wieder aufs Neue das Ozeankind® UNSER Weg ist. Und wir sind unglaublich stolz darauf, dass ihr alle uns dabei unterstützt. Beim Müllsammeln, mit unglaublichen Nachrichten, mit so viel Zuspruch und mit dem Begleiten unserer Reise. Denn unsere persönliche Reise ist noch lange nicht zu Ende. Und damit meine ich nicht das Reisen an sich, sondern unsere eigene, ganz persönliche Entwicklung als Menschen. Und wer weiß, vielleicht dürfen wir in Zukunft noch einmal auf der Strandbühne vom Travel Festival über weitere, neue Erfahrungen und Erlebnisse sprechen.

Reisen ist unser Privileg

Sehr viele Menschen auf der ganzen Welt haben nichtmal die Chance, aus ihrem eigenen Land rauszukommen, selbst wenn die finanziellen Mittel vorhanden sind. Der Deutsche Reisepass aber zählt immer noch zu den mächtigsten Pässen der Welt (Platz 3). Wir können in so viele Länder reisen und sind überall, zumindest was den Reisepass betrifft, willkommen.

Also lasst uns gerade auf Reisen (und zu Hause natürlich auch) achtsam(er) mit unserer Natur umgehen. Vermeidet Plastikmüll wo immer es geht, lasst die Plastiktüten weg, verneint den Plastik-Strohhalm und versucht, den Menschen vor Ort etwas zurückzugeben. Und damit meine ich jetzt nicht (Trink-)Geld. Es geht um Respekt, Verständnis und echtes Interesse.  Es gibt Menschen die leben dort, wo du Urlaub machst – es lohnt sich in jedem Fall und immer und überall, dieses Menschen kennen zu lernen. Denn manchmal zeigt das Reisen und die Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen Dir einen Weg, den du selbst so nie gesehen hättest.

24. Januar 2018
Unser erster Auftritt auf einer Bühne – Travel Festival Leipzig

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